Die Widrigkeiten besser meistern – das ist oft das Ziel derer, die sich für ein Resilienztraining interessieren. Und grundsätzlich sind sie hier auch richtig. Der Begriff „Resilienz“ kommt aus dem englischen und bedeutet „Spannkraft“ und „Strapazierfähigkeit“. Übersetzen lässt sich der Begriff mit mentaler Widerstandsfähigkeit und bezieht sich auf den Umstand, dass Menschen trotz hoher Belastung gesund bleiben und vergleichsweise ausgeglichener sind.

 

Die sieben Säulen des Resilienzkonzeptes

Resilienz ist erlernbar. Dafür ist es wichtig, eigene Denkmuster und organisatorische Abläufe zu hinterfragen und auf seine Gesundheit zu achten. Das Konzept für mehr Resilienz ruht auf sieben Säulen. In dieser Dokumentation werden einige näher erläutert.

Sieben Säulen der Resilienz

Klare Ziele

In Studien wurde festgestellt, dass Personen mit einer klaren Zukunftsplanung weniger an mentalen Krankheiten leiden und ein höheres Wohlbefinden haben. In einem Selbsttest können Sie sich selber hinterfragen, wie Ihre Zukunft in zwei, fünf und zehn Jahren aussehen soll. Oftmals reichen ein leeres Blatt und ein Stift, um die eigenen Vorstellungen zu Papier zu bekommen.

Innere Haltung

Ziele zu haben und diese zu erreichen ist eng verbunden mit der eigenen Einstellung. Die innere Haltung beeinflusst wesentlich die eigene mentale Widerstandsfähigkeit. Dazu zählen zum Beispiel eine optimistische Grundhaltung, zu der eine positive Fehlerkultur und die Fähigkeit des Perspektivwechsels gehören, sowie Akzeptanz: Eine unveränderliche Situation als solche zu akzeptieren, bedeutet nicht Resignation. Durch die Akzeptanz bietet sich die Möglichkeit, gelassener zu werden und zu lernen. Dazu gehört auch, seine Glaubenssätze neu auszurichten.

Ruhe und Konzentration

Besonders an arbeitsintensiven Tagen reagieren viele nervös auf ungeplante Aufgaben. Sich dann zu fokussieren, fällt oft schwer. Konzentration kann trainiert werden, zum Beispiel durch gezieltes Hinterfragen („Wie habe ich auf Ablenkungen durch andere reagiert“) und gezieltes „Nein- Sagen“. Besonders Letzteres ist schwierig, da eine Ablehnung von zusätzlichen Aufgaben von der Situation abhängig ist: Fragt ein Kollege oder ist es der Chef? „Nein-Sagen“ kann man lernen, auch gegenüber Führungskräften. Schließlich kommt es auch darauf an, wie man es sagt.