Plädoyer für mehr Wertschätzung

Ein Plädoyer für Wertschätzung

Aus dem Bericht des Vorsitzenden

Deutschland verändert sich. Flüchtlingsströme, Globalisierung und Terrorgefahren führen zu Unsicherheiten und Ängsten bei den Menschen. Unsicherheiten, die viele so zum ersten Mal erfahren. In der Diskussion über diese Themen erleben wir eine zunehmende sprachliche Gewalt, die sich auch auf das persönliche Miteinander negativ auswirkt. Die Unsicherheiten in der Gesellschaft werden maßgeblich verstärkt durch die Verbreitung der sogenannten Fake News. Die Menschen können nicht mehr zwischen wahr und falsch unterscheiden – das führt zu Vertrauensverlust und weiteren Unsicherheiten. Dies können wir als Unternehmer, die auch gesellschaftliche Verantwortung tragen, nicht tatenlos hinnehmen.

Wertschätzung bedeutet, den anderen als gleichberechtigten Menschen zu sehen und Verständnis für dessen Position zu zeigen.

Unser gemeinsames Wertesystem und die Solidarität sind Grundlage für unser WIR- Gefühl. Unsere Ziele, Leistungen und auch Sorgen verbinden uns und helfen uns, einen gemeinsamen Standpunkt zu finden. Dieses Plädoyer für mehr Wertschätzung gilt besonders dann, wenn die Positionen deutlich auseinander liegen. Sicher gibt es Situationen, in denen wir gerne emotional sein und mit der Faust auf den Tisch hauen würden. Doch die Erfahrung zeigt, dass die gesetzten Ziele langfristig nur durch Gespräche auf Augenhöhe erreicht werden. Denn wer andere nicht wertschätzt, erfährt auch selbst keine Wertschätzung.

„Daher appelliere ich an unsere gemeinsame Verantwortung als Unternehmer, dieser Entwicklung aktiv zu begegnen.“ Harald Schaub

Dazu gehört auch, dass wir uns als Unternehmer öffentlich distanzieren von Fehlverhalten anderer Unternehmer, die das Ansehen der Wirtschaft insgesamt beschädigen. Und als Unternehmer haben wir Möglichkeiten uns einzubringen: Nutzen Sie Ihre Mitarbeiterzeitungen, Online-Magazine und Betriebsversammlungen und vertreten Sie Ihren Standpunkt.

Und beteiligen Sie sich zudem am neuen Projekt „Wir. Hier.“ – ab September dieses Jahres schaffen wir für Rheinland-Pfalz ein neues regionales Magazin der Chemie. Damit informieren wir über Hintergründe, Highlights und Neuigkeiten der Branche. Beteiligen Sie sich mit Pressemitteilungen und Berichten, Einblicken und Standpunkten – für mehr Vertrauen und Offenheit. Die Chemieverbände Rheinland-Pfalz stehen für kleine und große Unternehmen. In der Interessenvertretung einen Konsens zu finden, kann ein Balance-Akt werden. Dass es auch hier auf das kleinste Element – oder im Verband auf das kleinste Unternehmen – ankommt, zeigte die Künstlerin Marula Rigolo mit der Performance „Sanddorn-Balance“.

Die Feder ist der Schlüssel – Ihr Gewicht verleiht dem gesamten Konstrukt die notwendige Balance. Nimmt man diese weg, bricht alles zusammen.

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