Tarifverhandlungen Chemie 2018

Die Tafelrunde der Arbeitgeber – Der Sozialpolitische Beirat

Vor 70 Jahren haben die Verfasser des Grundgesetzes uns die Freiheit des Zusammenschlusses zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen gegeben. Diese Freiheit nutzen die Mitglieder des Arbeitgeberverbandes Chemie seit 1950. Der Sozialpolitische Beirat ist das Gremium, welches die Interessen der Mitglieder bündelt und in der Tarif- und Sozialpolitik die Weichen stellt.

Da aus dem Sozialpolitischen Beirat die Mitglieder der Tarifkommission bestimmt werden, nehmen die Mitglieder auch an den Wirtschaftsdebatten und Tarifverhandlungen in Rheinland-Pfalz teil und bereiten diese vor. Ähnlich den Rittern der Tafelrunde aus der Artus-Sage haben alle eine gleichberechtigte Stimme. Aus unterschiedlichen Sparten und Betriebsgrößen bringen sie die unternehmerische Sichtweise ein. Durch ihre Arbeit schaffen sie einen Konsens in der gemeinsamen Position der Chemie-Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz. Diese wiederum fließt in die Position auf Bundesebene ein.

Wechselnde Herausforderungen

In der Tarifpolitik stand bis in die 70er Jahre hinein die Einkommensverbesserung im Fokus. Abgesehen von einem Arbeitskampf 1971 konnten die Tarifergebnisse in freien Verhandlungen oder durch chemiespezifische Schlichtungen erzielt werden. Danach prägte die zunehmende Globalisierung und Internationalisierung die Tarifpolitik. Eine Reihe von Sozialpartnervereinbarungen (zum Beispiel Europäische Betriebsräte, Chancengleichheit, Responsible Care) begleitete diese Entwicklung. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Flexibilisierungen und Öffnungen in den Chemie-Tarifverträgen verankert, die den Unternehmen beträchtliche Kosten- und Arbeitszeit-Spielräume verschaffen. Zukünftig liegt die Herausforderung darin, die Arbeitskosten wettbewerbsfähig zu halten und die Digitalisierung in den Unternehmen zu begleiten.

Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz

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