Claudia Sonnenberg verantwortet die Kommunikation bei Jansen Lacke

„Der Zaun ist keine Kommunikationsbremse.“

In der modernen Medienwelt müssen die Unternehmen zunehmend den Dialog suchen, um wahrgenommen zu werden – als verlässlicher Nachbar und guter Arbeitgeber. Im PR-Treff der Chemieverbände tauschen sich die Kommunikationsverantwortlichen über ihre Arbeit aus und profitieren gegenseitig von Erfahrungen und Wissen.

Wer Jansen-Lacke in Ahrweiler besuchen möchte, muss auf den letzten Metern durch eine enge Straße. Links und rechts stehen Wohnhäuser mit kleinen Vorgärten. Autos parken am Straßenrand. Nichts erinnert an ein Industriegebiet oder eine Gewerbefläche. Und dann ist da mittendrin das mittelständische Unternehmen Jansen. Ein kleiner Chemie-Standort, mitten in einem Wohngebiet. Dort werden Anstrichmittel produziert. Farben und Lacke für den professionellen Bereich. Rund 70 Beschäftigte sind hier tätig. Sie forschen im Labor, mischen die Produkte in großen Behältern und füllen diese an halbautomatischen Stationen ab. „Wir haben ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft“, freut sich Claudia Sonnenberg. Sie betreut die Kommunikation des Unternehmens. Regelmäßig berichtet sie über das, was bei Jansen passiert: Investitionen in Anlagen, Sicherheit und Umweltschutz sowie über die Ausbildung. Dafür nutzt sie verschiedene Medien und Kanäle, wie die lokale Zeitung, Online-Plattformen und auch den persönlichen Kontakt. Zuletzt bei den Nachbarschaftstagen im September 2018. „Wir haben den Nachbarn unsere Arbeitsplätze vorgestellt. Da gehört für uns dazu, dass wir den Nachbarn zuhören und auf Ihre Sorgen eingehen“, betont Sonnenberg.

„ Die Betriebe sollten mehr
Öffentlichkeitsarbeit wagen.
So schaffen sie Transparenz
und Vertrauen.“


Inspiration und wertvolle Tipps für ihre Arbeit erhält Sonnenberg durch den PR-Treff der Chemieverbände Rheinland-Pfalz. Bei diesen Treffen steht der Erfahrungsaustausch im Fokus. „Wir berichten über Erfolgsgeschichten ebenso wie über Fehlschläge. Der offene Austausch ist es, den ich sehr schätze. Das Wissen fließt in meine Entscheidungen ein“, erzählt Sonnenberg im Gespräch.

Viele Mitgliedsunternehmen der Chemieverbände haben vergleichbare Situationen und Herausforderungen in der Standort-Kommunikation und auch darüber hinaus. Die Themen Sicherheit, Nachhaltigkeit und auch die Nähe der Industrie-Anlagen zu Wohngebieten ist ein fester Bestandteil der Kommunikation. „Unternehmen, die viel in das Marketing der eigenen Produkte investieren, sollten im gleichen Maße die Öffentlichkeitsarbeit stärken“, ist Sonnenberg fest überzeugt. Die Chemieverbände bieten neben dem PR-Treff wertvolle Aus- und Weiterbildungen an und unterstützen auch beratend vor Ort. Ihre Empfehlung: „Der Zaun ist keine Kommunikationsbremse. Die Betriebe sollten mehr Öffentlichkeitsarbeit wagen. So schaffen sie Transparenz und Vertrauen. Hilfe und Unterstützung bieten die Chemieverbände Rheinland-Pfalz sowie die Kolleginnen und Kollegen der anderen Mitgliedsunternehmen.“

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