Den eigenen Weg finden – Perspektiven in der Chemie

Auch die Berufe unterliegen dem Wandel. Ein Grund mehr, sich rechtzeitig über berufliche Entwicklungswege zu informieren. Der Berufskompass Chemie bot wieder die passende Orientierung.

Die Unternehmen stehen vor einer wachsenden Herausforderung zur Sicherung der Fachkräfte im Betrieb: Die schrumpfende Gruppe der Berufsanfänger strebt immer häufiger höhere Bildungsabschlüsse an und steht so der dualen Ausbildung nicht zur Verfügung. Denn, so denken viele junge Menschen, nur mit einem Studienabschluss können bessere Einkommens- und Karrierechancen erreicht werden. Der dritte Berufskompass Chemie, den die Chemie-Sozialpartner im September 2017 in Frankenthal anboten, widmete sich daher genau diesem Thema.

Technische Expertise zunehmend gesucht

Dr. Michael Zibrowius vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln zeigte auf, dass der Bedarf in den Unternehmen nach Fachkräften groß ist. Nach der Ausbildung eröffnen Weiterqualifizierungen große Entwicklungsmöglichkeiten, denn Praktiker sind gesucht. Und trotz oder gerade durch die Digitalisierung wird dieser Bedarf weiter steigen. Und er machte deutlich, dass Ausbildung ein Karrieresprungbrett ist – auch ohne Abitur. So hat der typische Ausbildungsabsolvent gegenüber dem Hochschulabsolventen mehr Berufserfahrung und daher mehr Weisungsbefugnis und ist häufiger direkter Vorgesetzter. Grundlage sind eigene Erhebungen sowie die Erwerbstätigenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung und dem Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

„Veränderungen hat es immer gegeben, die berufliche Bildung hält Schritt – sie wird es auch mit der Digitalisierung tun.“
Dr. Michael Zibrowius

Lebenslanges Lernen zahlt sich aus

Neben den demografischen Herausforderungen und veränderten Bildungstrends bestimmt besonders die Digitalisierung die Entwicklung zukünftiger Berufsbilder. Die Nachfrage nach qualifizierten Beschäftigten ist hoch und wird es auch zukünftig bleiben. Zunehmend gefragt sind technische Expertise und die Bereitschaft, ein Leben lang zu lernen. Ausbildung bietet gute Verdienst- und Karriereperspektiven – es muss nicht immer ein Studium sein. Die veranschaulicht auch das Bild zu diesem Text: Das Ansehen des Studiums ist gesellschaftlich höher, aber mit einer fundierten Ausbildung gibt es sehr gute Perspektiven für die berufliche Karriere.

Erfolg ist nicht immer das, was man sieht.
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