Jahresbericht der Chemieverbände Rheinland-Pfalz 2016-17

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

zusammen mehr erreichen – das ist die Grundlage, auf der sich die Mitgliedsunternehmen zu den Chemieverbänden Rheinland-Pfalz zusammengeschlossen haben.

Mit diesen Worten schloss ich das Editorial des letzten Jahresberichts. Warum ich dieses Jahr damit beginne? Weil dieser Appell wichtiger ist denn je angesichts der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage in der Welt. Das lässt auch die rheinland-pfälzische Chemie nicht unberührt. Die Konjunkturdaten zeigen, dass das Wachstum des traditionsgemäß starken Industriezweigs stagniert.

Die politischen Herausforderungen werden nicht kleiner. Statt den Weg der Offenheit und des freien Handels zu gehen, werden Grenzen geschlossen – und das nicht nur sinngemäß, sondern leider sehr real. Dabei leben Unternehmen vom weltweiten Handel. Es geht nicht nur um Rohstoffe und Produkte, sondern auch um den Austausch zwischen Menschen und Ideen. Die Geschichte zeigt, wie viel mehr wir mit offenen Grenzen erreichen können. Wir machen uns für Offenheit stark und treten in den Dialog mit der Öffentlichkeit, mit den Ministerien und Behörden. Das gilt umso mehr, als die Bundestagswahl 2017 bevorsteht. Worauf es im Dialog ankommt, ist Glaubwürdigkeit. Was diese stützt, sind neben Ehrlichkeit und Transparenz
harte Fakten. Messbarkeit und Überprüfbarkeit sind zwei Kriterien, die wir auch an das große Gesellschaftsthema Nachhaltigkeit anlegen und in der Initiative Chemiehoch3 der Öffentlichkeit zugänglich machen.

„Lassen Sie uns den Weg gemeinsam gehen“; schrieb ich im letztes Jahr. Das haben wir erfolgreich getan, auch bei wichtigen Fachthemen wie Bildung und Gesundheit. Zum Beispiel in Form von mitgliedsinternen Expertenkreisen zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement oder beim öffentlichkeitswirksamen landesweiten Lehrerkongress zum Thema MINT-Bildung. Über beide Seiten – unser öffentliches Engagement und die Fachberatung aus dem Verband – lesen Sie im Jahresbericht. Wagen wir zuletzt noch einen Blick nach vorne. Was wird in den nächsten Monaten auf uns zukommen? Ein wichtiges Thema ist die Europäische Datenschutz-Grundverordnung. Diese beleuchten wir auch im Spannungsfeld der Digitalisierung – ein Megatrend, an dem sich Extreme zeigen: die einen sind in Aufbruchstimmung, die anderen schauen skeptisch auf die zahlreichen Unsicherheiten, die dieser Wandel mit sich bringt. Der Verband positioniert sich hier mit deutlichen Standpunkten. Auch dazu lesen Sie auf den kommenden Seiten. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihr

Bernd Vogler
Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz

 

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