Chemie macht Nachhaltigkeit messbar

Die chemische Industrie macht Nachhaltigkeit messbar

Nachhaltigkeit ist messbar. Mit 40 Indikatoren, erarbeitet von der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ der chemisch-pharmazeutischen Industrie, lässt sich erstmals der Fortschritt nachhaltiger Entwicklung der Branche messen.

Die Indikatoren erfassen wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien. Ihre Spannweite reicht von der Wettbewerbsfähigkeit der Chemie auf den globalen Märkten über den Ausstoß von Treibhausgasen bis hin zur Übernahmequote von Ausgebildeten. Denn die Initiative spricht sich dafür aus, Entscheidungen und Handeln der Branche nicht nur nach Umweltaspekten zu bewerten, sondern auch danach, ob sie zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, guten Arbeitsbedingungen und positiven Beiträgen für die Gesellschaft führen.

Spitzenposition in der Altersvorsorge

Am Beispiel der aktuellen Rentendebatte zeigt sich auch, dass Nachhaltigkeit alles andere als abstrakt ist. Auf der Basis eines intensiven Dialogs mit den Sozialpartnern arbeitet die Bundesregierung  daran, die Betriebsrenten als zweite Säule der Altersvorsorge zu stärken. Bereits seit 1998 gibt es dazu in der chemischen Industrie einen eigenen Tarifvertrag. Der Indikator zur tariflichen Altersversorgung zeigt, dass aktuell bereits über 80 Prozent der Chemie-Beschäftigten tariflich fürs Alter vorsorgen. In der Gesamtwirtschaft liegt der Vergleichswert bei lediglich 60 Prozent.

Für mehr Glaubwürdigkeit und Transparenz

Die Messbarkeit der Nachhaltigkeit ist damit ein weiterer Pluspunkt für die Glaubwürdigkeit der chemisch-pharmazeutischen Industrie gegenüber Politik und Gesellschaft. Denn es ist das Anliegen der Initiative, Transparenz bei den Fortschritten der Chemie-Branche auf dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung herzustellen. Die Chemieverbände Rheinland-Pfalz unterstützen die Mitgliedsunternehmen bei der Messung dieses Fortschritts.

„ Die Indikatoren helfen den Verbänden, die Interessen der Unternehmen noch besser zu vertreten.“

Indikatoren wie zum Beispiel das Durchschnittsgehalt der Beschäftigten, betriebliche Altersvorsorge, Ausbildungsplätze und Übernahmequote erfassen die Verbände und kommunizieren die Ergebnisse. Damit schaffen sie in der öffentlichen Diskussion ein Verständnis dafür, dass nachhaltiges Wirtschaften neben dem Umweltschutz auch Aspekte wie Investitionen zur Standortsicherung bedeutet.

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